Primarius Dr. Günther Schamp
Facharzt für Radiologie
Institut für Computer- & Magnetresonanz-Tomografie
 

Die Knochendichte-Messung

 

 
Für  

Menschen mit vermindertem Kalksalzgehalt tragen ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche. Betroffen sind vor allem Frauen in der Menopause bzw bei sehr frühzeitiger Menopause. Männer über 50 Jahre, Raucher, Alkoholiker und Menschen mit Mangelernährung bzw. Vitaminmangel. Auch bestimmte Erkrankungen wie die Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) oder Medikamente wie Kortikoide begünstigen den Substanzverlust der Knochen (Osteoporose).

Eine Knochendichte-Messung erscheint sinnvoll für:

  • Frauen ab dem 60. Lebensjahr, bei denen ein zusätzlicher Risikofaktor besteht
  • Frauen ab dem 65. Lebensjahr und Männer ab dem 70. Lebensjahr ohne zusätzliche Risikofaktoren
  • Erwachsene mit Fraktur nach Minimaltrauma
  • Erwachsene, bei denen der Verdacht auf niedrige Knochendichte oder raschen Kalzium-Verlust besteht (Malabsorptionssyndrom)
  • Erwachsene, die Medikamente einnehmen, welche den Kalzium-Abbau beschleunigen (z. B. Kortison)

oder bei denen mindestens drei der Risikofaktoren vorliegen:

  • helle Hautfarbe
  • weibliches Geschlecht
  • Familienanamnese
  • starke Rückenschmerzen
  • übermäßige Koffeinzufuhr
  • übermäßige Salzzufuhr
  • Rauchen
  • bewegungsarmer Lebensstil
  • niedrige Kalzium-Aufnahme mit der Nahrung
  • Vitamin D-Mangel
  • niedriges Körpergewicht (BMI kleiner als 20 kg/m2)
  • ungewollter Gewichtsverlust (über 10 %)
  • vorzeitige Menopause
  • erhöhtes Sturzrisiko
  • Abnahme der Körpergröße um mehr als 4 cm

Testen Sie Ihr Osteoporose-Risiko
 

 
Checkliste Frau  

[ Checkliste Frau ]

  1. Sind Sie über 50 Jahre alt?
  2. Ist Osteoporose bereits bei Ihren Eltern aufgetreten?
  3. Ist Ihr Körperbau sehr schlank?
  4. Treiben Sie wenig oder gar keinen Sport?
  5. Verbringen Sie weniger als eine Stunde pro Tag an der frischen Luft?
  6. Rauchen Sie und/oder trinken Sie regelmäßig Alkohol?
  7. Stehen auf Ihrem Speiseplan hauptsächlich Lebensmittel mit geringem Kalzium-Anteil, aber kaum Milch und Milchprodukte – z. B. Jogurt, Topfen, Käse ...?
  8. Hat sich Ihre Körpergröße verringert oder haben Sie einen zunehmenden Rundrücken bemerkt)
  9. Nehmen Sie Schilddrüsenpräparate ein?
  10. Schlucken Sie regelmäßig Kortison?
  11. Erlitten Sie bereits einen Knochenbruch, dem kein ernsthafter Sturz oder Unfall vorausging?
  12. Sind Sie kinderlos?
  13. Hat Ihre Regel erst nach dem 16. Lebensjahr eingesetzt?
  14. Wurden Ihre Eierstöcke entfernt?
  15. Haben Ihre Wechseljahre vor dem 45. Lebensjahr eingesetzt?

Wurden zwei bis drei der oben genannten Fragen mit JA beantwortet, so kann ein erhöhtes Osteoporose-Risiko bestehen. Bitte klären Sie dieses mit Ihrem Arzt in einem persönlichen Gespräch ab.

 

 
Checkliste Mann  

[ Checkliste Mann ]

  1. Sind Sie über 50 Jahre alt?
  2. Ist Osteoporose bereits bei Ihren Eltern aufgetreten?
  3. Ist Ihr Körperbau sehr schlank?
  4. Treiben Sie wenig oder gar keinen Sport?
  5. Verbringen Sie weniger als eine Stunde pro Tag an der frischen Luft?
  6. Rauchen Sie und/oder trinken Sie regelmäßig Alkohol?
  7. Stehen auf Ihrem Speiseplan hauptsächlich Lebensmittel mit geringem Kalzium-Anteil, aber kaum Milch und Milchprodukte – z. B. Jogurt, Topfen, Käse ...?
  8. Hat sich Ihre Körpergröße verringert oder haben Sie einen zunehmenden Rundrücken bemerkt)
  9. Nehmen Sie Schilddrüsenpräparate ein?
  10. Schlucken Sie regelmäßig Kortison?
  11. Erlitten Sie bereits einen Knochenbruch, dem kein ernsthafter Sturz oder Unfall vorausging?

 

 
Ablauf  

Legen Sie bitte nach Anweisung unseres Personals gegebenenfalls die Oberbekleidung ab. Besonders wichtig ist es, metallische Gegenstände im Untersuchungsbereich zu entfernen. Während der Aufnahmen sollten Sie sich nicht bewegen. Mittels schwacher Röntgenstrahlung fertigt das Knochendichte-Messgerät Bilder von der Lendenwirbelsäule und den Hüften an. Der gesamte Ablauf dauert ca. 10 Minuten.

Die Knochendichte wird durch die quantitative CT (QCT) mit dem Computer-Tomografen gemessen.

Mit jeweils einem Computer-Tomografieschnitt durch vier Lendenwirbel, einen Brustwirbel und ein zusätzlich unter dem Patienten in der Liege eingelassenes Vergleichsmaterial (Referenzphantom) kann der Knochenmineralgehalt bestimmt werden. Bei späteren Kontrolluntersuchungen können dann diese Schnitte in der exakt identischen Einstellung wiederholt werden und so genaue Vergleiche gezogen werden. Die gemessen Werte werden mit altersidentischen Normalwerten zur erhöhten Knochenbrüchigkeit verglichen. Das mögliche Vorliegen einer Osteoporose und einer erhöhten Bruchgefahr kann so festgestellt werden.


 
Wichtig  

Sie müssen vor der Untersuchung eine eventuell bestehende Schwangerschaft angeben.


 
Terminvereinbarung  

Telefonisch unter 02612 - 42 6 88.


 
Funktionsweise  

Mittels einer Röntgenröhre und Blenden wird ein schmaler Röntgenstrahl erzeugt. Dieser durchdringt die gewünschte Körperstelle und wird innerhalb des Körpers durch die verschiedenen Strukturen (z. B. Haut, Fett, Muskel, Organe, Knochen) unterschiedlich stark abgeschwächt.

Genau gegenüber der Röntgenröhre befindet sich eine Vielzahl von Sensoren, die das abgeschwächte Signal empfangen, elektronisch aufbereiten und einem Computer zur Auswertung weiterleiten.


 

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