Primarius Dr. Günther Schamp
Facharzt für Radiologie
Institut für Computer- & Magnetresonanz-Tomografie
   

Mammografie

   ist die wichtigste Vorsorge-Untersuchung zur Früherkennung
   von Brustkrebs.

 
    "Mama" ist der lateinische Name für die weibliche Brust
"Grafie" kommt aus dem Griechischen und kann mit Aufzeichnung übersetzt werden.


 
Unser Tipp   Nützen Sie Mammografie zur Brustkrebs-Früherkennung.


 
Für   die Brustkrebs-Früherkennung.

Frauen zwischen 35 und 50 sollten alle 1-2 Jahre eine Mammografie als Vorsorge-Untersuchung durchführen lassen. Das gilt besonders dann, wenn ein erhöhtes Risiko besteht. Jede Frau soll sich einmal im Monat – am Ende der Regelblutung – die Brust selbst untersuchen. Sie können durch eine sinnvolle Vorsorge dazu beitragen, dass ein eventueller Tumor in einem frühen Stadium erkannt wird. Je kleiner ein Tumor bei seiner Entdeckung, um so besser sind die Heilungschancen. Bei Tumoren unter 2 cm werden über 90 % der betroffenen Frauen geheilt.


 
Ablauf  

Nachdem Sie den Oberkörper frei gemacht haben, positioniert die Assistentin Ihre Brust nacheinander in drei unterschiedlichen Ebenen auf einer Auflagefläche des Mammografiegerätes. Dann wird die Brust jeweils durch eine spezielle Vorrichtung des Gerätes komprimiert. Nach einer kurzen Vorbereitungszeit, in der das Gerät die Dichte Ihrer Brust überprüft, wird dann das eigentliche Bild erstellt. In den meisten Fällen wird der Mammografie eine Ultraschalluntersuchung der Brust angeschlossen.


 
Wichtig  

Wir ersuchen Sie, unbedingt vorhandene Mammografiebilder zu den Untersuchungen mitzubringen!

Bitte bewahren Sie die Mammografiefilme sorgfältig auf und bringen Sie die Bilder zur nächsten Kontrolluntersuchung unbedingt mit. Viele Veränderungen sind nur durch Verlaufskontrolle (unter gleichzeitiger Betrachtung der alten und neuen Filme) zu erkennen.


 
Vorbereitung  

Die Brust muss bei der Röntgenuntersuchung im Aufnahmegerät vorsichtig zusammengedrückt werden. Dies ist eine wesentliche Strahlenschutzmaßnahme, da die Strahlendosis dadurch niedriger ist und die Gewebedarstellung verbessert wird. Die meisten Frauen empfinden das Zusammendrücken als unangenehm, es ist aber nur selten wirklich schmerzhaft und dauert nur einen kurzen Augenblick.


 
Terminvereinbarung  

Telefonisch unter 02612 - 42 6 88.


 
Häufig gestellte Fragen  

Warum muss die Brust komprimiert werden?
Die Kompression ist notwendig, um optimale Bilder bei möglichst geringer Strahlung zu erhalten.

Warum soll ich überhaupt eine Mammografie durchführen lassen?
Die Mammografie ist bis heute als einziges Verfahren in der Lage, den Mikrokalk als Vorboten eines Brustkrebses und auch andere Frühformen zu erkennen und ist damit für Frauen ab 40 die geeignete Früherkennungsmethode. Ist Brustkrebs erst einmal tastbar, sind die Heilungschancen deutlich schlechter als bei den Frühformen, die man oft nur auf der Mammografie erkennt.

Wird durch die Kompression Brustkrebs ausgelöst?
Für diese Befürchtung gibt es keinerlei konkreten oder gar wissenschaftlich gesicherten Anhalt. Brustkrebs wird auch nicht durch anderweitige Druckwirkungen oder Verletzungen der Brust ausgelöst.

Wird durch die Röntgenstrahlung bei der Mammografie Brustkrebs ausgelöst?
Durch die modernen Mammografiegeräte wird für die Anfertigung eines Mammografiebildes im Vergleich zu den Verhältnissen von vor 10 Jahren nur noch ein Bruchteil an Strahlendosis benötigt. Das Risiko ist etwa mit der natürlichen Strahlenbelastung während eines Transatlantikfluges Wien-New York zu vergleichen und daher zu vernachlässigen.

Genügt zur Vorsorge nicht auch eine Ultraschall-Untersuchung der Brust?
Mittels Ultraschall kann eine Unterscheidung getroffen werden, ob es sich bei einem tastbaren Knoten lediglich um eine (harmlose) flüssigkeitsgefüllte Zyste handelt oder einen festen Gewebeknoten. Eine alleinige Ultraschall-Untersuchung reicht zur Vorsorge nicht aus, da kleine Karzinome nicht sicher erkannt werden.

Was ist bei Flüssigkeitsabsonderungen aus der Brustwarze zu tun?
Derartige Absonderungen sind zumeist hormonell bedingt, besonders wenn sie beidseitig auftreten. Bei einer einseitigen Absonderung aus nur einem Milchgang wird eine Kontrastmitteldarstellung dieses Milchganges im Rahmen einer so genannten Galaktografie zum Ausschluss von Wucherungen innerhalb des Milchganges vorgenommen. Zunächst genügt häufig die Anfertigung eines Abstriches der Flüssigkeit.

Wo und wann sollte ich mich untersuchen lassen?
Stellen Sie bei der Selbstuntersuchung einen Knoten fest, sollten Sie sich von Ihrem Arzt untersuchen lassen. Dieser wird, falls erforderlich, über die weiteren Schritte entscheiden. Im Regelfall wird er Sie an einen Radiologen zur Mammografie überweisen. Generell sollten Sie ab dem 35. Lebensjahr mit regelmäßigen Vorsorge-Untersuchungen beginnen und alle 1-2 Jahre eine Mammografie durchführen lasen. Bei Frauen über 50 Jahre sollte einmal im Jahr eine Vorsorge-Untersuchung durchgeführt werden. Besteht ein erhöhtes Risiko, etwa wenn Brustkrebsfälle in der Verwandtschaft gehäuft aufgetreten sind, kann die Mammografie auch öfter gemacht werden.

Was bedeutet die BIRADS-Klassifikation?
BIRADS O: weitere bildgebende Untersuchungen sind nötig
BIRADS 1: keine Läsion fassbar
BIRADS 2: die abgrenzbare Läsion ist sicher benigne - normale Kontrollintervalle
BIRADS 3: die abgrenzbare Läsion ist mit hoher Wahrscheinlichkeit benigne -
                    verkürzte Kontrollintervalle (z. B. 6 Monate) nötig,
                    um eine Einstufung in BIRADS 2 oder 4 zu ermöglichen
BIRADS 4: die abrenzbare Läsion ist malignomsupekt - histologische Abklärung empfohlen
BIRADS 5: die Läsion ist mit hoher Wahrscheinlichkeit maligne - unverzügliche Therapie erforderlich

Ich bin ein Mann und wurde von meinem Arzt zur Mammografie/Mammasonografie geschickt, stimmt das so?
In Einzelfällen kann es bei Männern oder Jugendlichen zur Ausbildung der so genannten Männerbrust kommen. Um in diesem Fall das Gewebe weiter einschätzen zu können, erfolgen die gleichen Untersuchungen wie bei einer Frau. In einer "Männerbrust" können auch alle Erkrankungen auftreten, die es bei Frauen gibt - z.B. auch Brustkrebs.


 
Vorsorge  

Anzeichen
In seinem frühen Stadium bereitet Brustkrebs keine Beschwerden oder Schmerzen. Einige Anzeigen können - müssen aber nicht - auf Krebs hindeuten. Falls Sie eines der folgenden Anzeichen an Ihrer Brust feststellen, sollte unbedingt ein Arzt die Ursache abklären:

  • Neue Knoten oder Verhärtungen treten in der Brust auf.
  • Bisher gleich große Brüste unterscheiden sich neuerdings in der Größe.
  • Die Brüste verhalten sich unterschiedlich beim Heben der Arme.
  • Eine Brustware ist eingezogen.
  • Die Haut einer Brustwarze ist verändert.
  • Eine Brustwarze sondert einseitig wasserklare oder blutige Flüssigkeit ab.
  • Es tritt plötzlich eine Rötung der Brust auf, die nicht mehr abklingt.
  • Knoten in der Achselhöhe

Früherkennung
Wird Brustkrebs rechtzeitig erkannt, verbessern sich die Erfolgsaussichten der Behandlung entscheidend. Regelmäßiges Abtasten der Brust nach knotigen Veränderungen, die neu aufgetreten sind, hilft bereits, sehr kleine Tumore zu erkennen.

Manchmal kann sich schon in sehr kurzer Zeit ein tastbarer Knoten entwickeln. Da die Frau selbst ihre Brust am besten kennt, kann sie Veränderungen oft leichter erspüren. Ärzte empfehlen, die Brust jeden Monat selbst zu untersuchen. Die beste Zeit hierfür ist nach einer Monatsblutung, wenn die Brust am entspanntesten ist und nicht schmerzt. Tastet oder bemerkt eine Frau eine Veränderung, so sollte Sie sofort einen Arzt um Rat fragen.

Bei Frauen, die ein erhöhtes Risiko haben, sollte nach Absprache mit dem Arzt die Basis-Mammografie eventuell früher und die Wiederholung in kürzeren Abständen stattfinden.


 
Funktionsweise  

Die Mammografie ist ein Röntgenverfahren. Sie beruht auf demselben, einfachen Mechanismus: unterschiedliche Gewebsstrukturen haben unterschiedliche Dichte. Je größer die Dichte, desto mehr Kontrast ergibt sich im Röntgenfilm. Bei der Mammografie werden besonders weiche Röntgenstrahlen eingesetzt, um einen besseren Kontrast zu erzielen. Nach wie vor ist die Mammografie die wichtigste Vorsorge-Untersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs.


 

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